Landtagskandidat Karl-Heinz Detert zur Situation im ländlichen Raum

Karl-Heinz Detert

Karl-Heinz Detert, Landtagskandidat der PIRATEN Minden-Lübbecke zur Situation im ländlichen Raum:

Wir PIRATEN setzen uns in den kommenden Jahren im Rahmen des Strukturwandels in der Gesellschaft für eine verbesserte Infrastruktur vor allem im ländlichen Bereich ein.

Dies gilt insbesondere im heimischen Kreis für die Versorgung im medizinischen Bereich. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden muss das Land die Ansiedlung von Ärzten fördern.

Die Verbesserung der Breitbandversorgung in Verbindung mit dem „schnelleren Internet“ ist zwar durch die Bundesförderung auf den Weg gebracht, aber hier gibt es in den nächsten Jahren noch viel zu tun, um in den unterversorgten Teilen des Kreises die Bürger mitzunehmen.

Der öffentliche Nahverkehr muss nicht nur besser ausgebaut werden, sondern auch attraktiver werden. Die PIRATEN haben hierzu ein Konzept eines fahrscheinlosen Nahverkehrs vorgelegt, dass zu einer Lösung beitragen kann. Gerade im Kreis Minden-Lübbecke gilt es hier verstärkt abgehängte Bereiche wieder einzugliedern und damit auch durch den ÖPNV die Bürger in den Randbereichen mitzunehmen.

Die Attraktivität der Versorgung im ländlichen Bereich ist allerdings verbunden mit einer zukünftigen verbesserten Zusammenarbeit von benachbarten Kommunen und dem Zusammenspiel der Institutionen.

Synergieeffekte müssen verstärkt genutzt werden. Hier ist es wichtig, dass die Politik die Moderation der Prozesse übernimmt und Wirtschaft, Bürger und Verwaltung zusammenbringt, um Lösungen zu diskutieren und Probleme zu beseitigen.

Verständnis für eine langfristige Planung der Sparkasse Minden-Lübbecke im Rahmen des digitalen Strukturwandels kann man sicher auch für die Tendenz der Entscheidung aus der Sicht der Geschäftsleitung aufbringen, allerdings sind die Vertreter im Verwaltungsrat der Sparkasse aus den Räten bzw. dem Kreistag entsandt und sind im Rahmen ihrer Tätigkeit als Kommunalpolitiker auch dem Bürger verantwortlich. Hier hat die Politik vor Ort die Möglichkeit auch gegen zu steuern.

Eine Entscheidung einer Halbierung des Filialnetzes ist hier für uns nicht eine Entscheidung zum Wohle der Stadt- und Ortsteile. Insbesondere Senioren, Menschen mit Behinderungen, Mitbürger mit Migrationshintergrund und auch Bürger, die aufgrund der persönlichen Lebensumstände eine örtliche Nähe zum Kreditinstitut benötigen, weil z.B. kein Führerschein vorhanden ist, oder keine günstige Busverbindung in der Nähe liegt, haben einen großen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der „Kommunalbank“ in den letzten Jahrzehnten gehabt. Dies wird nun im Rahmen der Digitaliserung und dem Hinweis auf „Onlinebanking“ Ende des Jahres im „Handstreich“ weggewischt.

Das wirtschaftliche Wachstum und die Gewinnmaximierung darf nicht zu Lasten der Bürger in Minden-Lübbecke gehen. Der Mensch muss auch als Kunde im Mittelpunkt der Entscheidungen der Politik in den nächsten Jahren stehen.


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